VR IN FRAMES

#1 „Horizontverschiebung“

Eine virtuelle Ausstellung mit Arbeiten von Sandra Bergemann, Arrangement Agnieszka Lemmer

Im Rahmen des Görlitzer Fotofestivals “Schauplätze” war die Ausstellung vom 07.09.-31.10.2019 online für Besucher jederzeit hier zu sehen.

Die Ausstellung wurde als "Artist in Residence" Projekt während der Laufzeit ständig weiterentwickelt: Neue Funktionen und optimierte Darstellungsformen präsentierten wir bei Verfügbarkeit.

Die Ausstellung war bis zum 31.10.2019 interaktiv über das Internet nutzbar. Aus der „Ich-Perspektive“ steuerten Besucher die eigene Tour durch ausgewählte 3D-Szenarien. Einen geführten Kurzrundgang durch die Ausstellung gibt es nun auf unserem YouTube-Kanal zu sehen:
>> https://vr.fotofestival-goerlitz.eu


Zu ausgewählten Terminen war die Ausstellung auf Großbildschirm und in der VR-Brille am Untermarkt 23 auch „live“ zu erleben:
>> VR IN FRAMES


Copyright Sandra Bergemann
Copyright Sandra Bergemann

„Horizontverschiebung“

Bekannt wurde Sandra Bergemann mit ihrer Porträtfotografie: die Fotografin porträtierte Filmschauspieler aus der ehemaligen DDR, bevor sie sich ab 2010 neuen Sujets zuwandte.
In ihren abstrakten Arbeiten, die sich bewusst gegen den Abbildungscharakter der Fotografie richten, verschwindet die Realitätszugehörigkeit. Stattdessen eröffnet sich eine neue Ebene der Wahrnehmung.

In den Polaroid-Serien „Horizonte“ und „Horizonte 02“ ist das Element des „Aussen“, also das „vor der Kamera“, nicht gegeben. Die Bilder entstanden durch die Bearbeitung von Polaroidmaterial. Somit gibt es keine reale, fotografierte Landschaft außerhalb des Bildes. Bergemanns Bilder geben uns nur eine Richtung der Wahrnehmung vor, aber die Landschaften selbst entstehen in unseren Köpfen.

In ihrer neuesten Werkserie „Ein unbeschriebenes Blatt Papier“ geht Sandra Bergemann noch einen Schritt weiter und lässt Bildzusammenhänge verschwinden. Das „Außen vor der Kamera“ ist praktisch nicht existent. Für den Betrachter wird die Bildfläche somit zur Projektionsfläche, die Farbe wird zum Stimmungszeiger.

„Der freie weiße Abgrund, die Unendlichkeit liegt vor euch.“ (Kasimir Malewitsch, 1919)

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Sandra Bergemann
geboren 1980 in Stralsund, lebt in Berlin und Stralsund

Studium
1999-2002 Fotodesign-Ausbildung am Lette-Verein Berlin, Abschluss bei Roger Melis

Ausstellungen (Auswahl):
2019 Galerie Julia Johannsen (GA)
2018 Fotoherbst Zingst
2017 Ozeaneum Stralsund (EA)
2016 Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern in Brüssel (EA)
2015 Landskrona Fotofestival/Schweden (GA)
2012 Museum Technische Sammlungen Dresden (EA)
2010 Goethe-Institut, Alexandria/Ägypten (EA)
2009 Willy-Brandt-Haus, Berlin (EA)
2008 Goethe-Institut, Madrid/Spanien (EA)
2005 New York University, in Zusammenarbeit mit Museum of Modern Art
und Goethe-Institut New York/USA (EA)
2004 Filmmuseum Potsdam (EA)

Publikationen:
2018 „Versuche gegen das Abbild“ (Katalog, Eigenverlag)
2013 VON MOMENTEN (Katalog, Eigenverlag)
2012 „Einem fernen Zauberreich so nah“ (Kalender, Eigenverlag)
2008 GESICHTER DER DEFA (EDITION BRAUS)

Öffentliche Sammlungen:
Filmmuseum Potsdam

Stipendien:
2012 Artist in Residence, Kulturverein in Kühlungsborn
2008 Projektförderung der DEFA-Stiftung
2007 Stipendium der DEFA-Stiftung

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EA - Einzelausstellung
GA - Gruppenausstellung